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Oberpfälzer Sparkassen drohen Abschreibungen in Millionenhöhe
Scharfenberg gegen erneute Berufung eines CSU-Politikers als Sparkassenverbands-Chef
Die diesjährigen Verluste der Landesbank insbesondere durch das Milliardengrab Hypo Group Alpe Adria (HGAA) werden auch auf die Oberpfälzer Sparkassen durchschlagen. Dies befürchtet die Landtagsabgeordnete Maria Scharfenberg (Bündnis 90/Die Grünen). So müssten in diesem Jahr rund 3,125 Mrd. Euro an HGAA-Verlusten getragen werden (im Vorjahr waren bereits 600 Millionen der insgesamt 3,725 Mrd. Euro vom HGAA-Desaster abgeschrieben worden). Bei einem Anteil der bayerischen Sparkassen am Eigenkapital der Landesbank von rund 6 Prozent wären das knapp 200 Millionen Euro für die bayerischen Sparkassen.
Doch Maria Scharfenberg befürchtet, dass es für die Sparkassen noch sehr viel schlimmer kommt. Nachdem die EU kürzlich angekündigt hat, nicht nur Abschreibungen auf das Eigenkapital sondern auch eine Beteiligung der stillen Einlagen an den Verlusten zu fordern, dürften deren Kosten noch höher liegen. Scharfenberg: „Schließlich halten die bayerischen Sparkassen rund 900 Millionen und damit fast ein Viertel aller stillen Einlagen an der Landesbank. Eine anteilige Abschreibung der stillen Einlagen träfe die Sparkassen daher weit härter.“ Für die sieben Sparkassen in der Oberpfalz geht die Grünen-Politikerin insgesamt von Abschreibungen im zweistelligen Millionenbereich aus.
Vor diesem Hintergrund hält die Landtagsabgeordnete den für Ende Februar angekündigten Rücktritt des Sparkassenverbands-Chefs Siegfried Naser für überfällig. „Als damaliger Verwaltungsratsvorsitzender der Landesbank war Naser maßgeblich für den verheerenden HGAA-Deal verantwortlich. Er hat lange genug wie Patex an seinem Sitz geklebt.“ Nicht nachvollziehen kann Maria Scharfenberg vor dem Hintergrund der Landesbank-Krise allerdings, dass der Bayerische Sparkassenverband erneut einen CSU-Politiker an seine Spitze berufen will. „Das wäre alles andere als ein Ausdruck von finanzpolitischer Kompetenz.“
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