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Pressemitteilung vom 10.07.2007

Grüne unterstützen Petition für den Erhalt der Hauptschule in Sinzing

„Das Hauptschulsterben in Bayern ist nicht vom Himmel gefallen, sondern Folge der konfusen Bildungspolitik von CSU und Staatsregierung“, machte heute die Landtagsabgeordnete Maria Scharfenberg in München deutlich. Wenn nun bereits Standorte in großen Stadtrandgemeinden wie Sinzing vor dem Aus stünden, sei es höchste Zeit, zu handeln. „Wir dürfen es Kultusminister Siegfried Schneider nicht durchgehen lassen, wenn er nur an den Symptomen herumdoktert, aber die Ursachen ignoriert“, forderte die Grünen-Politikerin.

Für die beste Möglichkeit, dem Schulsterben etwas entgegenzusetzen, halten die Grünen die Einführung einer neunjährigen gemeinsamen Schulzeit, an die sich eine gymnasiale Oberstufe oder eine berufliche Ausbildung im dualen System anschließen. Maria Scharfenberg: „Die notwendigen Reformen müssen aber zeitnah erfolgen, damit auch die jetzige Schülergeneration noch etwas davon hat. Deshalb wollen wir kurzfristig erreichen, dass Kommunen mit gefährdeten Schulstandorten durch eine Öffnungsklausel die Möglichkeit erhalten, die Organisation der Bildungseinrichtungen den örtlichen Gegebenheiten anzupassen.“ Aus diesem Grund werde sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bei der Behandlung einer von mehreren Gemeinderäten eingereichten Petition gegen die Schließung der Hauptschule in Sinzing am kommenden Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags für das Anliegen stark machen.

Zudem werde es nach Überzeugung der Landtagsabgeordneten ungleich schwerer sein, in einer schon geschlossenen Hauptschule wieder mit dem Schulbetrieb zu beginnen. Sie fordert deshalb die Staatsregierung auf, keine vollendeten Tatsachen zu schaffen. Auch der finanzpolitische Aspekt dürfe nicht außer Acht gelassen werden: „Wenn die Gemeinde Sinzing mit Unterstützung des Freistaats in den vergangenen Jahren viel Geld zum Erhalt des Schulgebäudes investiert hat, und die Schule jetzt dicht gemacht würde, ist das eine Verschwendung von Steuergeldern, die durch nichts zu rechtfertigen ist“, so Maria Scharfenberg.







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