|
Grüne bringen nochmals Bioethanol ins Spiel
Schließung der Zuckerfabrik in Regensburg
Nach der Entscheidung des Aufsichtsrats der Südzucker AG, die Regensburger Zuckerfabrik nach der nächsten Kampagne zu schließen, bringt die Landtagsabgeordnete Maria Scharfenberg zum wiederholten Mal die Alternative Bioethanol ins Spiel. „Leider haben in dieser wichtigen Frage die politisch Verantwortlichen in der Region und auch die Staatsregierung nicht an einem Strang gezogen“, so die Grünen-Politikerin. Während Ministerpräsident Edmund Stoiber, aber auch der Regensburger Kreistag einstimmig gefordert hatten, auch diese Möglichkeit nicht außer Acht zu lassen, wollte sich der Regensburger Stadtrat mit Ausnahme der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einzig und allein auf die Forderung nach einem Erhalt der Zuckerproduktion beschränken. Maria Scharfenberg: „Das war ganz offensichtlich die falsche Strategie von Oberbürgermeister Schaidinger und der Stadtratsmehrheit. Aber auch die Staatsregierung hatte sich augenscheinlich nur halbherzig für die Sicherung des Standorts eingesetzt.“
Mit der Produktion von Bioethanol könne nicht nur die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert und mehr Versorgungssicherheit hergestellt werden, so die Abgeordnete. Der Einsatz von Biokraftstoffen sei neben vielen anderen Maßnahmen auch ein wichtiger Bestandteil einer Strategie ‚Weg vom Öl’. Außerdem sei damit eine Wertschöpfung in der Region verbunden.
Maria Scharfenberg: „Wenn sich schon die Südzucker AG nicht dafür interessiert, ihren Standort Regensburg durch die Produktion von Bioethanol zu erhalten, gibt es immer auch noch die Möglichkeit, einen anderen Investor für ein solches Projekt zu interessieren. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass die Stadt Regensburg ihre ablehnende Haltung in Sachen Bioethanol-Produktion überdenkt. Hierbei müsste zuerst abgeklärt werden, ob der jetzige oder ein anderer Standort grundsätzlich für die Produktion von Bioethanol in Frage kommt. So könnte zumindest für einen Teil der Zuckerfabrik-Belegschaft eine Arbeitsplatz-Perspektive geschaffen werden.“
|