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Presseartikel vom 07.10.2006

Grün ist die Hoffnung für Todkranke
Nach Daxenberger-Rückfall: Große Typisierungs-Aktion beim Landesparteitag in Max-Reger-Halle - Der Neue Tag

Weiden. (rg) "Er war gut drauf, engagiert wie eh' und je, hat sich zu allen Punkten eingebracht." Maria Scharfenberg über Sepp Daxenberger, den sie zuletzt vor drei Wochen bei einer Vorstandssitzung der Grünen erlebt hat. Der Lebenswille des Landesvorsitzenden, sagt sie, sei ungebrochen. Obwohl er zum zweiten Mal seit 2003 gegen Knochenkrebs kämpfen muss.

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"Nicht umsonst stellt er sich in Weiden zur Wiederwahl", betont die Landtagsabgeordnete. "Ich finde das toll." Beim Landesparteitag am 14. und 15. Oktober in der Max-Reger-Halle fehlt Daxenberger dennoch. Derzeit bereitet sich der 44-Jährige auf eine Knochenmarkstransplantation vor. Der Bürgermeister von Waging hatte das Glück, dass sich für ihn ein Stammzellenspender fand - ein Engländer.

Damit auch andere Todkranke eine solche Chance bekommen, rufen die Grünen zusammen mit dem Verein "Hilfe für Anja" zu einer großen Typisierungsaktion auf. Am Samstag, 14. Oktober, von 10 bis 18 Uhr sollen Tagungsteilnehmer und auch möglichst viele "Normalbürger" Blutproben im Schlörsaal abgeben.

Michael Sporrer, Vorsitzender des Hilfsvereins, bittet zudem um (freiwillige!) Geldspenden. "Laboranalyse und Auswertung einer Typisierung kosten 50 Euro." MdL Maria Scharfenberg ging in dieser Hinsicht schon mal mit gutem Beispiel voran, übergab Sporrer einen Scheck und stellte zudem eine dicke Spende aus grünen Sitzungsgeldern in Aussicht.

Der Verein "Hilfe für Anja e.V." formierte sich vor sechs Jahren in Reihen von 1.-FC-Nürnberg-Fans in Kirchenthumbach. Sporrer und sein Team motivierten seitdem über 20 000 Bürger, sich für eine weltweite Datenbank typisieren zu lassen. Und: 57 von ihnen haben tatsächlich bereits Stammzellen gespendet.

Für das Mädchen, dem die Kirchenthumbacher einst ihre Initiative widmeten, verlief die Suche nach einem passenden Spender jedoch bisher im Sande. Die heute zehnjährige Anja Roith aus Hirschaid bei Bamberg "lebte jahrelang gut mit der Krankheit, hat sie aber nicht besiegt", bedauert Sporrer. Inzwischen habe sich die Lage wieder verschlimmert: "Seit Weihnachten hatte sie drei Krankheitsschübe."

Weitere Informationen:

www.hilfe-fuer-anja.de

www.gruene-weiden.de





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