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Pressemitteilung vom 30.11.2005

Trotz Bedarf wird Schulsozialarbeit in der Oberpfalz nicht ausgebaut

Trotz Feststellung des Bedarfs durch die Träger der öffentlichen Jugendhilfe wird es in der Oberpfalz im kommenden Jahr keine zusätzlichen Stellen geben. Das ergab eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Maria Scharfenberg (Bündnis 90/Die Grünen), die heute von der Staatsregierung beantwortet wurde.

Bei der Regierung der Oberpfalz lägen für 2006 vier Anträge zur Einrichtung neuer Stellen vor. Aufgrund der angespannten Haushaltslage können nach Ansicht der Staatsregierung aber keine zusätzlichen Stellen finanziert werden. Betroffen seien davon die Dreifaltigkeits-Volksschule und die Willmannschule (beide in Amberg), die Hauptschule in Mitterteich sowie das Staatliche Berufsbildungszentrum in Regensburg. Sogar die weitere Finanzierung der schon bestehenden neun Stellen stehe unter dem Vorbehalt etwaiger Änderungen durch den Nachtragshaushalt 2006, so Staatssekretär Jürgen W. Heike aus dem Sozialministerium.

Maria Scharfenberg: "Viele Schülerinnen und Schüler brauchen pädagogische Hilfsangebote, die bislang leider nur vereinzelt an Schulen zu finden sind. Trotz Bedarf drücken sich CSU und Bayerische Staatsregierung unter Hinweis auf die Haushaltslage vor ihrer Verantwortung. Dabei wäre es wesentlich sinnvoller, die Mittel bereits für die Prävention bereit zu stellen, statt erst dann tätig zu werden, wenn die Jugendlichen Probleme bereiten. Wenn beispielsweise die Zahl der Kinder, die die Schule schwänzen, wieder steigt, fallen der Staatsregierung regelmäßig nur repressive Maßnahmen ein." Nach Ansicht der Grünen-Politikerin hingegen wäre ein Ausbau der Schulsozialarbeit auch unter dem Gesichtspunkt der Chancengleichheit dringend notwendig.





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